Møre og Romsdal: die schönsten Sehenswürdigkeiten und Tipps

Møre og Romsdal ist die nördlichste Region der Fjordgebiete Norwegens und erstreckt sich auf ca. 15.000 km². Es gibt dort zahleiche Ferienhäuser,

Die Region erstreckt sich entlang der norwegischen Küste und umfasst auch viele der spektakulären Fjorde Norwegens, darunter den Geirangerfjord, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Hier stelle ich dir vor, wo es mir am besten gefallen hat.

Geirangerfjord

Der Geirangerfjord ist vermutlich nicht der schönste Fjord der Welt, aber mit ziemlicher Sicherheit der meist fotografierteste. Im Sommer, zwischen Mai und August, legen fast jeden Tag Kreuzfahrtschiffe dort an und entlassen hunderte Touristen, die den Ort und die Umgebung erkunden wollen.

Da wir zu einer Zeit in Norwegen waren, als gerade alle Kreuzfahrten verboten waren und auch die Einreise aus vielen Ländern kompliziert, hatten wir den seltenen Luxus, das Geirangerfjord ohne riesige Kreuzfahrtschiffe und Touristenmassen zu besuchen. Das klingt erst einmal gut, bedeutete im Umkehrschluss aber auch, dass nahezu alle Läden und Cafés geschlossen waren. Das war aber auch nicht weiter schlimm, denn wir waren im Wohnmobil perfekt ausgestattet.

Nachdem ich vorher gelesen hatte, dass auf der Schiffsfahrt auf dem Geirangerfjord mehrere Wasserfälle zu sehen sind, wurde diese natürlich auch ins Programm aufgenommen.

Geiranger Fjordsightseeing Tour

In der Hauptsaison wird die Tour mit dem Ausflugsschiff zwei Mal pro Tag durchgeführt. In der Nebensaison nur einmal und meist zu alternierenden Zeiten (einen Tag um 10 Uhr, einen Tag um 13 Uhr). Den aktuellen Fahrplan gibt es auf der Webseite. Dort kann man auch die Tickets buchen.

Mit fast 40 Euro pro Person ist die Fahrt nicht günstig, lohnt sich aber.

Wir hatten sogar die seltene Möglichkeit, (kleine) Wale im Fjord beobachten zu können. Die waren zwar recht schnell wieder weg und ließen sich nicht fotografieren, haben aber sogar den Schiffskapitän so überrascht, dass er aus seiner Kabine herauskam und die Fahrgäste informierte.

Dalsnibba Aussichtspunkt

Der Dalsnibba Aussichtspunkt ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte Norwegens und bietet einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft. Er befindet sich in der Nähe der Stadt Geiranger in der Region Møre og Romsdal in Norwegen. Die Aussichtsplattform ist auf einer Höhe von 1.500 Metern über dem Meeresspiegel gelegen und bietet einen beeindruckenden Blick auf den Geirangerfjord, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Um den Aussichtspunkt zu erreichen, musst du eine Bergstraße mit vielen Serpentinen fahren. Die Straße ist von Ende Mai bis Anfang Oktober geöffnet und kostet eine Gebühr, um sie zu befahren. Während der Fahrt bieten sich schon erste beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Die Straße ist gut ausgebaut, aber es empfiehlt sich dennoch, vorsichtig zu fahren, insbesondere bei schlechtem Wetter.

Die Aussichtsplattform selbst ist kostenlos zugänglich und bietet neben dem atemberaubenden Blick auch eine Cafeteria und Souvenirläden. Es ist der perfekte Ort, um Fotos zu machen und die Landschaft zu genießen. Der Dalsnibba Aussichtspunkt ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Besucher, insbesondere während der Sommermonate. Es empfiehlt sich daher, früh am Tag zu kommen, um Menschenmassen zu vermeiden.

Trollstigen

Wo wir schon von den touristisch beliebtesten Sehenswürdigkeiten sprechen, dürfen die Trollstigen nicht fehlen. In 11 Haarnadelkurven fährt man von Isterdalen bis zur Passhöhe Stigrøra hinauf. Von den Serpentinen hat man einen tollen Ausblick auf das gigantische Tal. Ganz oben gibt es auch einen Aussichtspunkt mit Besucherplattform, Café und einem Souvenirshop.

Tipp: Wer den Touristenmassen entfliehen will, sollte den kleinen Wanderweg am Rande der Aussichtsplattform hochgehen. Nach einem steilen Anstieg gibt es dort einen tollen Ausblick auf das Tal und die Besucherplattform darunter.

Ich hatte im Vorfeld schon so einiges über die Trollstigen und ihre Faszination gelesen. Da wir vorher schon so einige Passstraßen hinter uns gebracht hatten, war das alles nicht ganz so neu für uns. Neu für uns das vor allem, dass wir erstmals Reisebussen begegnet sind, die sich die engen Kehren hinaufschlängelten und dann an Aussichtspunkten große Gruppen an Touristen absetzten. Gesehen haben sollte man die Trollstigen schon – es gibt aber auch viele andere Straßen im Westen von Norwegen, die klar mit ihnen mithalten können.

Ålesund – die schönste Stadt Norwegens

Ålesund
Ålesund

Ganz im Westen von Møre og Romsdal liegt Ålesund, das nicht nur von Norweger oft als die schönste Stadt Norwegens bezeichnet wird.

Die heutige Gestaltung der Stadt hat einen eher traurigen Hintergrund: 1904 brannte Ålesund fast komplett ab und vernichtete dabei mehr als 800 Holzhäuser. Sie wurde danach wieder von Grund auf neu gebaut. Wichtige Bedingung dabei: alle Häuser mussten aus Stein gebaut sein. Das ist auch heute noch für Norwegen eher untypisch.

Atlantikstraße

Die Atlantikstraße ist eine der norwegischen Landschaftsrouten („Scenic Routes“). Sie führt über insgesamt 8274 Meter über mehrere Brücken an der Küste entlang. Die Storseisundet Brücke ist aufgrund ihrer markanten, leicht schief wirkenden Form besonders bekannt und ist auf unzähligen Fotos, die die Region darstellen sollen, abgebildet.

Atlantikstraße

Für uns lag die Atlantikstraße auf dem Weg und uns hat die sehr markante Umgebung gefallen. Wenn wir allerdings extra einen Umweg gefahren wären, wären wir vermutlich enttäuscht gewesen: die Brücke sieht nämlich aus der Entfernung deutlich beeindruckender aus als wenn man darüber fährt. Trotzdem ist sie natürlich ein tolles Fotomotiv.

Kvalvik Fort bei Kristiansund

Ich bin eigentlich absolut kein Fan von Militär Sehenswürdigkeiten. Während sich manch einer sehr für alte Bunker, Waffen oder Panzer begeistern kann, war das für mich immer etwas, für das sich kein Umweg lohnt. Beim Kvalvik Fort war das ein wenig anders – das lag allerdings wenig daran, dass es dort Militaria zu sehen gibt. Der Hinweis, dass man unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen solle, triggerte meine Abenteuerlust.

Aber erst einmal ganz von vorne. Das Kvalvik Fort ist eine deutsche Festung aus dem zweiten Weltkrieg. Sie wurde ab 1943 gebaut, wurde aber bis zum Ende des Krieges 1945 nicht fertiggestellt. Trotzdem waren dort bis zu 100 Soldaten und Kriegsgefangene, die beim Bau holfen, stationiert, um Kontrolle über die Fjorde zu haben. Die Festung hatte ein eigenes Kai, an dem alle benötigten Materialien, Waffen und Munition angeliefert wurden.

Die fertiggestellten Anlagen sind auch heute noch gut erhalten und werden gepflegt. Das besondere daran ist, dass sich die meisten Gebäude frei betreten lassen. Nur wenige Baracken sind aus Sicherheitsgründen versperrt oder zugemauert.

Besonders fasziniert hat uns der Bunker, in dem man über zwei Treppen bis in die untere Etage gehen kann. Dort gibt es kein elektrisches Licht – lediglich die mittlerweile fas 80 Jahre alten Stromleitungen sind noch zu sehen. Es ist dementsprechend unten stockdunkel und es wirkt alles wie aus einem Horrorfilm. Doch es lohnt sich allen Mut zusammenzunehmen und die alten Räumlichkeiten zu erforschen.

Der ganze Bereich wirkt auf der Karte nicht besonders groß. Bis man alle Gebäude und Überbleibsel erforscht und alle Trampelpfade erkundet hat, vergehen aber gerne 1-2 Stunden. Die lohnen sich aber definitiv!

In einigen Anlagen steht Wasser auf dem Boden und die Treppen sind manchmal nass und rutschig. Festes Schuhwerk ist also empfehlenswert. Und natürlich die Taschenlampe nicht vergessen!

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